Dorothee Rothenbach

Stacheligel und Seeigel geben sich ein Stelldichein

Am Sonntag, 7. Juli 2019 erwarten die fossilisierten Seeigel und ihre Verwandten im Heimatmuseum Schinznach-Dorf lebendigen Besuch aus der Tierwelt von 14:00 bis 17:00.

Der Verein Natur und Landschaft Schenkenbergertal feiert hier sein JubilÀumsjahr diesmal mit der PrÀsentation unserer Gartenbewohner von den Insekten zu Schnecken, Eidechsen, MÀusen und eben Igeln.

Deren NĂŒtzlichkeit ist unterdessen zwar unbestritten – deren GefĂ€hrdung allerdings auch. Immer noch könnte man ihnen das Leben auch auf kleinem Raum leichter machen und damit gleich noch uns Menschen zu grösserer Beobachtungsfreude verhelfen. Wie das nĂŒtzliche Getier denn genau aussieht und wie sein Lebensraum zu gestalten wĂ€re, etwa mit BlĂŒtenvielfalt und farbigen Totholzstöcken im Garten und auf dem Balkon, wird ganz praktisch und durchaus kindergerecht von Anna Hoyer angeleitet.

Gute Aussichten fĂŒr den Biber in Schinznach

Verein Natur und Landschaft im Heimatmuseum

Die Biberfamilie am LĂ€ngibach hat wieder Ausblick – und Einblick in das Biberleben bietet das Heimatmuseum Schinznach. Der Verein Natur- und Landschaft nimmt sich diese Saison der hiesigen Fauna und Flora an und stellt am nĂ€chsten Museumssonntag vom 4. August 2019 den Biber vor.

Die nĂ€chste Biberfamilie lebt nĂ€mlich seit etlicher Zeit am LĂ€ngibach, selbst fast unsichtbar, doch mit DĂ€mmen und Stauweihern durchaus prĂ€sent. Zwar kann sich die Biberfamilie nun freier bewegen, da die die Abraumberge vom Bözbergtunnel verschwunden sind, doch tut sie das eben sehr diskret. Die Ausstellung im Heimatmuseum soll nun etliche Geheimnisse des Biberlebens etwas lĂŒften helfen. Schon 30 Millionen Jahre gibt es die Biber in Ă€hnlicher Form. Über die Jahre hat sich ihre Lebensweise immer mehr Richtung Wasser verschoben, wie sich das unsrige eben meistens in den Sommerferien tut.

Sommerferienbekannte haben sich ebenfalls im Heimatmuseum niedergelassen in Form von 165 Millionen Jahr alten fossiler Seesterne, Seeigel, See- gurken und Seelilien. Ausblick auf den Herbst und damit kĂŒrzere ZeitlĂ€ufte bieten mannigfache AusstellungsgegenstĂ€nde zu Land- und Hauswirtschaft, mit einer intakten Schuhmacherwerkstatt brilliert das Depot – auch die ehemalige GefĂ€ngnistĂŒre der Schinznacher Kirche gehört dazu.

Mosten und Kosten: Ein Sonntag fĂŒr alle Sinne

Trotz der diesjĂ€hrig etwas verspĂ€teten Apfelernte entfaltet sich ein wahrhaftes Apfelfestival im Heimatmuseum Schinznach-Dorf. Äpfel warten darauf, ihren Saft zu spenden, verschiedene Apfelsorten prĂ€sentieren ihre VorzĂŒge, die Hochstammdiskussion kann weitergefĂŒhrt werden, betreut vom Verein Natur und Landschaft Schenkenbergertal und vom Museumsteam.

Bald liegt die Mostpresse aus den MuseumsbestĂ€nden im alljĂ€hrlichen Bade, damit jede Ritze im Holz gut verquellen kann und kein Tropfen des Pressgutes verloren geht. Jung und Alt sollen sich doch am Rad versuchen und den Raspel- und Pressvorgang aus nĂ€chster NĂ€he beobachten können, um anschliessend gleich die Kostprobe zu geniessen. Speck und Brot unterstĂŒtzen das Geschmackserlebnis im Besonderen und die Vorfreude auf den Herbst im Allgemeinen.

So gestĂ€rkt lĂ€sst sich ein Rundgang durchs Museum ins Auge fassen, begonnen ĂŒber die ‘VorrĂ€te’ an altehrwĂŒrdigen GerĂ€tschaften im Depot, durch die Galerie und in den bald vierhundert Jahre alten Doppelspycher bis hinab in den Gewölbekeller. Äonen zurĂŒck liegt die Lebenszeit der Exponate, die nun hier lagern. Ihr Lebensraum aber war das Meer, das sich hier vor 165 Millio- nen Jahre ausbreitete und uns in fossiler Form besterhaltener Seesterne, Seeigel, Seelilien und Seegurken in Erinnerung gerufen wird.

Mit Bildern und BrÀtzeli

Schinznach: Einwintern im Heimatmuseum – Saison-Finale am Sonntag.

Das Saisonende und der Einsatz des  Vereins Natur- und Landschaft Schenkenbergertal wird im Schinznacher Heimatmuseum mit einem Umtrunk gefeiert.

Am Sonntag, 3. November zwischen 14:00 und 17:00 prĂ€sentiert  sich der Verein Natur- und Landschaft Schenkenbergertal nochmals im  Heimatmuseum mit allerhand Wissenswertem ĂŒber die Winterruhe einheimischer Tiere.  Köbi Zimmermann aber wird sich erneut fachgerecht seinem grĂŒnen Herd widmen, dort knusprige `BrĂ€tzeli`  im ehrwĂŒrdigen Waffeleisen backen und den GlĂŒhwein aufkochen. 

Der Milan macht zwar keinen Winterschlaf, ergĂ€nzt aber trotzdem das Wissen ĂŒber die hiesige Tierwelt in Form der zusĂ€tzlichen Sonderausstellung der prĂ€chtigen und von unerschöpflicher Geduld zeugenden Bilder vom Fotografen Peter Nyffenegger. 

Die grosszĂŒgige Gabe von Prof. Dieter Landolt, Jouxtens, bescherte dem Museum eine aktuelle Sonderausstellung. Aus dem Nachlass seines Bruders schenkte er dem Heimatmuseum vier wunderbare GemĂ€lde von Viktor Baumgartner-Landolt (Veltheim 1870 – 1948)  mit ungewöhnlichen Aus- und Einsichten ins  Schenkenbergertal. 

Das 20 jĂ€hrige JubilĂ€um der Ausstellung der weltweit einmaligen Sammlung fossiler StachelhĂ€uter aus dem hiesigen Steinbruch ‘Heister’ hat grosses Interesse hervorgerufen, die Ausstellung wird auch die nĂ€chsten Jahre gezeigt werden.

 Eigentliche ErntedankgefĂŒhle stellen sich ein beim RĂŒckblick auf die diesjĂ€hrige reichhaltige und gut besuchte Saison, mit einem Wermutstropfen allerdings, möchte sich doch Köbi Zimmermann nach langen Jahren unermĂŒdlichen und ideenreichen Einsatzes aus der Museumsarbeit zurĂŒckziehen: der Dank gilt auch ihm.

Rebbau, Fotomaterialien und Fossilien

VielfÀltige Zeitzeugen im Schinznacher Heimatmuseum

Das Heimatmuseum in Schinznach-Dorf darf sich am Sonntag, 7. Juni von 14:00 bis 17:00 frisch gereinigt und ausgerĂŒstet mit der permanenten, aber neu herausgeputzten Rebbauaustellung, den fossilisierten StachelhĂ€utern und mit der Sonderausstellung «Fotoapparate» fĂŒr die Saison 2020 prĂ€sentieren.

SchĂ€tze aus dem Fundus privater Sammlungen im Schenkenbergertal sollen nĂ€mlich den Weg in die Sonderausstellungen finden. Den Anfang macht ein FĂŒlle von Fotoapparaten – samt reichhaltigem Zubehör. Eine schier unglaubliche Variationsbreite an Utensilien, die der Bilderjagd und -wiedergabe dienten, erwartet den Besucher: der Erfindergeist weht geradezu durch die alten MĂ€uerlein des Heimatmuseums!

Der frische Wind hat auch die permanente Rebbauaustellung erfasst: diese wurde neu konzipiert. Dabei wurde die Bedeutung des Weinbaus fĂŒr das Tal akzentuiert – aber auch das schlichte Staunen ĂŒber das handwerkliche Können und die Vielfalt der AusfĂŒhrung der dazu nötigen GegenstĂ€nde.

An Vielfalt jedoch ĂŒbertrifft die Fossiliensammlung aus dem hiesigen Steinbruch «Heister» die meisten AusstellungsgĂŒter. Alle fĂŒnf StachelhĂ€uterklassen lebten zusammen in mannigfachen Formen in einer Sandkuhle im Meer und viele fanden nach ihrer Bergung aus den Gesteinsschichte den Weg in die Museumsgewölbe. Von dort aus helfen sie die aktuelle Sehnsucht nach dem lauwarmen Meer schĂŒren, wie es einst vor 165 Mio Jahren auch in der Region von Schinznach plĂ€tscherte.

«Lichtbild-Apparaturen» faszinieren

In einer ersten Runde hat sich im Mai 2020 der coronasicher ausgelegte Spaziergang durch die RÀumlichkeiten des kleinen Museums bestens bewÀhrt und das Ausstellungsgut ist auf grosses Interesse gestossen. Auch am ersten Feriensonntag (5. Juli) ist das Museum von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

In der Sonderausstellung prĂ€sentieren sich Fotoapparate und optische GerĂ€te aus den AnfĂ€ngen von Fotografie und Film, ‘Lichtbild-Apparaturen’ eben. Die guten StĂŒcke wurden von enthusiastischen Sammlern aus dem Dorf zur Betrachtung zur VerfĂŒgung gestellt. Flankiert werden die Kostbarkeiten von der frisch ĂŒberholten permanenten Ausstellung zum Kulturgut «Rebbau im Tal» und sozusagen unterlegt durch die 165 Millionen alten fossilen Funde aus dem Heistersteinbruch am Fusse des Hausbergs Grund, die in den Kellergewölben zu besichtigen sind – ein einmaliger Schatz aus besterhaltenen Exemplaren aller fĂŒnf StachelhĂ€uterklassen.

Als Stern auf Stern aus dem Wasser erschien

Objekte aus der nÀheren und weiteren Vergangenheit illustrieren ZeitenlÀufte

StachelhÀuter und Fotografieren gehören wohl einfach zu den Ferienerinnerungen: mit einem Besuch im Heimatmuseum Schinznach können diese am Sonntag, 2. August von 14:00 bis 17.00 angenehm verlÀngert werden.

Ganze Lager von abgestorbenen Seesternen und ihren Verwandten bildeten sich vor 165 Mio Jahren in den Kuhlen des damaligen Flachmeeres. Im Zuge der Jurafaltung wurden sie mit den Bodenschichten aus dem Wasser gehoben und die unterdessen fossilisierten StachelhĂ€uter fanden sich in den Schichte des Heistersteinbruchs ob Schinznach wieder – von dort war der Weg dann nicht mehr weit ins Museum, wo nun ihre ganze Pracht in Ruhe unter die Lupe (etliche liegen schon bereit) genommen werden kann und den Betrachter wieder versöhnen mit dem allenfalls in den Ferien eingehandelten schmerzhaften Stich eines Seeigelstachels.

Weitere Lupen, in mannigfaltige, geheimnisvolle Konstruktionen eingefĂŒgt, finden sich dann in der diesjĂ€hrigen Sonderausstellung von jahre- und jahrzehntenalten Foto- und Filmapparaten. Zum GlĂŒck wissen die PrĂ€sentatoren dieser SchĂ€tze aber noch ĂŒber jedes Detail Bescheid und können sogar manche dieser grossen und kleinen Bildgeber richtig in Betrieb setzen – die Ferienbilderbeutejagd hat eine lange Geschichte.

Ein Linsengericht der besonderen Art

Heimatmuseum Schinznach: Fernsicht und RĂŒckblick

Im Heimatmuseum Schinznach sind alle Linsen auf die Besucher gerichtet am Sonntag, 6. September von 14 bis 16 Uhr.

Ein unglaublich grosses Spektrum an Foto- und Projektionsapparaten krönt die Gestelle im Raum fĂŒr Sonderausstellungen. Seit ĂŒber hundert Jahren unterstĂŒtzen vielgestalte Linsenkombinationen die Neugier des Menschen am Festhalten von Erinnerungen so gross wie Berge, so weit wie das Meer oder so klein wie der KĂ€fer. Diese Erfahrungen dann auch in die Zukunft zu projizieren und sie seinen Mitmenschen nahe zu bringen, ist ihm ein weiteres Anliegen. Dazu kommt das Spielen mit den Bildern, ihr Aneinanderreihen bis sie sich bewegen – auch die frĂŒhesten Versuche entbehren nicht des Humors. Emil Hartmann, Markus Stalder und Ueli Hinden haben ihre Schatztruhen geöffnet und so einiges zutage gefördert, dessen Funktion vielen nicht mehr unbedingt gelĂ€ufig ist und das die Herren gerne eigenhĂ€ndig demonstrieren. Im Heimatmuseum sind die AusstellungsgegenstĂ€nde nicht in Vitrinen verpackt und können darum auch jĂŒngeren Besuchern nahegebracht werden.

Die Entwicklungsgeschichte der Fotoapparate ist um die 180 Jahre alt, doch wie sich das fĂŒr ein Museum gehört, sind noch tiefere RĂŒckblicke möglich: in den Rebbau von Schinznach, dessen Ursprung in der Tradition der Römer und der Klöster wurzelt – oder gar Einblicke in die Welt vor 165 Millionen Jahre bei der Betrachtung der weltweit einmaligen Sammlung der fossilen StachelhĂ€uter aus dem hiesigen Heistersteinbruch. Und immer noch gibt es einzelne LieblingstĂŒcke jeden Alters aufzutreiben bei einem Spaziergang durch die Galerie oder das geheimnisbergende Depot.

Heimatmuseum Schinznach: RĂ€tsel um alte Rebsorte

Der Schinznacher Rebberge mit seiner grossen Sortenvielfalt steht voll im Saft – um welche alte Rebsorte es sich allerdings handelt, die da an der Museumswand von 1647 gedeiht, konnte noch niemand schlĂŒssig beantworten.

Apropos Rebbau: Um dieses Thema gehts auch in der entsprechenden Dauerausstellung, die das Heimatmuseum Schinznach nun wieder am Sonntag, 4. Oktober 2020, von 14:00 bis 17:00, prĂ€sentiert. Es vermittelt viel Wissenswertes zum Leben im Schenkenbergertal aus vergangenen Zeiten – im Fossilienkeller blickt es sogar 165 Millionen Jahre zurĂŒck, als sich hier noch StachelhĂ€uter im lauwarmen Meer tummelten und die Jurafaltung noch ferne Zukunftsmusik war.

BuchstĂ€blich in den Fokus rĂŒckt zudem die Sonderausstellung mit den privaten Sammlern, die fĂŒr nur eine Saison ihre Lieblingsobjekte zeigen: heuer Wunderwerke frĂŒherer Foto- und Filmapparate samt ingeniös konzipierten Projektionsinstrumenten.

Rollend zu den SehenswĂŒrdigkeiten

Das Heimatmuseum Schinznach Dorf lĂ€sst auch am letzten Öffnungstag der Saison, am 1. November 2020 14:00 bis 17:00 nicht locker.

Ingeniös wurde anfangs Jahr auf die Coronamassnahmen reagiert, als die Ausstellung zu Reben und Rebsaft der Schenkenberger RebgĂŒter vertagt werden musste und die Museumsmannschaft dafĂŒr eine unglaublich facettenreiche Ausstellung von Fotoapparaten und LichspielgerĂ€ten auf die Beine stellte. Die Ausstellung ist zwar ein Erfolg, doch eben der bald 400 Jahre alten Spycherstufen wegen nicht allen zugĂ€nglich. Dem hat nun das Bruderpaar Hartmann abgeholfen: der eine als Konstrukteur einer Rampe, der andere als Testperson.

Noch mehr Treppen fĂŒhren dann hinauf in die permanente Rebausstellung oder hinab ins Gewölbe und damit hinab durch die Jahrmillionen zu den StachelhĂ€uterfossilien, die sich in lebender Form einst in der Gegend im lauwarmen Meer tummelten.

Ein heisser Schluck GlĂŒhwein sorgt anschliessend fĂŒr StĂ€rkung und innere Desinfektion.