Bahnreisen und Zeitreisen
Im Eilzugtempo durch die nahe und fernste Vergangenheit
Der kleine Bahnhof von Schinznach-Dorf muss weichen: nun sind vom grossen Ortschaftsschild bis zum kleinen Cartonbillett all die liebgewonnen Utensilien frĂŒherer Bahnreisen in der Sonderausstellung im Heimatmuseum Schinznach-Dorf (Sonntag, 7. August 2016 14 â 17Uhr) untergebracht. Aber auch die permanenten Ausstellungen haben zugelegt. Mehr Raum steht fĂŒr die PrĂ€sentation der Heisterfossilien zur VerfĂŒgung und eine geniale Tafel illustriert deren Zeitreise.
Modelle, Bilder, Schilder, die Bahnhofsvorstandskelle erfreuen das Auge in der Sonderausstellung, und allerhand raffinierte Maschinen können ausprobiert werden, bis z.B. ein Billett zutage tritt. Das Bahnmotiv findet seine attraktive Fortsetzung im Ausstellungsgut der SchBB, der Schinznacher Baumschulbahn â und selbst das Bilderbuch von Bruno MĂŒhlethaler hat eine Loki zum Thema. In seiner Eigenschaft als Maler stellt er gegenwĂ€rtig seine Bilder im Depot aus . Sie zeigen Ansichten von Schinznach und schweifen von hier in die Ferne.
«Handfeste» Zeugen der Vergangenheit
In die Ferne und in die Tiefe ziehen die Fotografien den Besucher im neu eingerichteten Kellergewölbe. Sie reprĂ€sentieren die jungen, modernen Formen von StachelhĂ€utern in ihrer ganzen Pracht umgeben von ihren alten fossilen Vorfahren. Die Versteinerungen verblĂŒffen zwar nicht mehr mit ihrer FĂ€rbung, wohl aber mit der VollstĂ€ndigkeit ihrer zarten Skelette. Die Exemplare dĂŒrfen durchaus in die Hand genommen und mit der Lupe studiert werden. Wie kommt es , dass gerade hier im Heistersteinbruch ob dem heutigen Schinznach eine einmalige Fundstelle mit diesen wohlerhaltenen Versteinerungen sĂ€mtlicher fĂŒnf StachelhĂ€uterklassen liegt? Das Jurameer, das sich vor 165 Millionen Jahren hier befunden hat (wie die neue Zeitreisetafel prĂ€chtig illustriert), war wohl nicht nur lauwarm, sondern auch untief und sanft. Ein Ferienmeer.












