Es gibt sie auch im Heimatmuseum Schinznach zu bewundern: am Museums-Sonntag, 6. Oktober, 14 – 17
Es sind nun mal die schönsten, ob als Pflanzen auf dem Felde oder als Tiere auf dem Meeresboden – oder als Fossilien im Museum. Als letzte der fünf vorgestellten Stachelhäuterklassen kommen sie sozusagen im Doppel vor: festsitzend, lilienförmig mit langem Stiel oder beinahe stillos als Federsterne, oft frei herumschwimmend. Dann gehören sie zu den unterhaltsamsten Beobachtungsobjekten unter Wasser: Sie rollen als Ball durch die Strömung, galoppieren nach Bedarf oder nutzen ihre zwanzig Arme für ein symmetrisches Ballett. Ihre Farbpalette ist auch nicht zu überbieten – eben konnte man Millionen Jahre alte Farbpigmente der Seelilien analysieren. Es sind noch die gleichen wie heute. Wir dürfen also in unserer Ausstellung die modernen Stachelhäuter mit ihren Vorfahren direkt vergleichen, ohne auf wissenschaftliche Abwege zu geraten.
Zurück in die Gegenwart werden uns die sachten Töne von der Drehorgel von Peter Leistner führen, und ein Schluck Most versöhnt uns mit der Jahreszeit. Die handbetriebene Mostpresse muss jedes Jahr gesäubert und gebadet werden und gibt uns damit schon einen ersten Eindruck von den Anforderungen eines stromlosen Lebens – dem Thema der nächsten Museumssaison. Nach dem Sonntag 3. November nämlich beginnt die Winterruhe für das kleine Museum, und die Stachelhäuter-Spezialsaison ist abgeschlossen.
