Seegurken – die häufigsten Tiere der Welt sind die unbekanntesten

Am 1. September werden sie im Schinznacher Heimatmuseum von 14:00 bis 17:00 zu sehen sein und ihr Fundort Heister preisgegeben.

Diese riesige Biomasse der Seegurkenpopulationen braucht ja eigentlich ein Meer und das hat sich vor 165 Millionen Jahren auch in der Region von Schinznach befunden und uns viele Zeugen hinterlassen in Form fantastischer Fossilien. Im Museum gibt es nun die wunderschönen Stachelhäuter zu bewundern, die Seeigel, Seesterne, Schlangensterne, Haarsterne – und eben das Aschenbrödel Seegurke. Sie ist nicht so hübsch, ihre wirtschaftliche Bedeutung aber enorm. Besonders beliebt ist sie in China und den Philippinen, getrocknet und gescheibelt, unter dem Namen Trepang als Suppeneinlage.

Für etwas leibliches Wohl wäre auch im Museum gesorgt mit Kuchen und Kaffee und am Ziel einer kleinen Wanderung (oder einem Fährtchen) zum Fundort Heister, dem alten Steinbruch am Fusse des Grundes. Dort wartet ein Gläschen der Produkte aus den Rebbergen, die wir durchwandert haben. Dieser kleine Ausflug findet also sozusagen doppelbödig statt und unter kundiger Führung: Andi Kofler, Projektleiter bei Jura-Cement , wird uns den Untergrund, der alte Meerboden und heute die Lebensgrundlage der Reben näher bringen, Emil Hartmann, der Winzermeister, die Pflanzweise und Sorten dieser Gewächse.

Der Museums-Spycher aber hält unterdessen weiterhin seine vier Türen offen und damit den Zugang zu definierten Objekten in vielfältiger Ausführung (Serien) und eben auch zu Lieblingsstücken aus dem Publikum.