Schon gar nicht beim Mosten vom Sonntag, 2. Oktober 2022, 14 – 17 Uhr, im Heimatmuseum Schinznach.
Frisch geerntete Äpfel aus der Umgebung finden ihren Weg nun direkt in eine der antiken Obstpressen aus Holz – der austretende, wahrhaft goldene Saft wird in einem Krüglein aufgefangen und gleich genossen samt frischem Brot und Speck.
Ausgeklügelte Systeme sind diese Pressen mit einem grossen Radantrieb, welche vom Publikum – gross und klein, jung und alt – ohne Umstände betätigt werden können.
Der Herbst hat diesmal eine vielseitige Apfelernte begünstigt, so dass auch die traditionelle Sortenausstellung besonders interessant ausfallen dürfte. Dabei werden sich unweigerlich Gedanken an die mythischen Äpfel einstellen, an die der Hesperiden, an den von Paris, an den der Eva, an den von Schneewittchen…
Ebenfalls zurück in die Vergangenheit lotst die aktuelle Sonderausstellung zum Schinznacher Dorfbild über die Jahrhunderte und einen Blick noch viel weiter zurück – über 165 Millionen Jahre – gönnen uns die Stachelhäuter-Fossilien aus dem hiesigen Steinbruch im ‘Heister’. Der Steinbruch liegt oberhalb der Rebberge, die Schinznach zum Rebbauerndorf machen. Die entsprechende Dauerausstellung fand ihren Platz im Dachstock des Heimatmuseums, ein alter Spycher – die sieben Zwerge hätten ihre helle Freude daran gehabt.
