Mosten und Kosten: Ein Sonntag für alle Sinne

Trotz der diesjährig etwas verspäteten Apfelernte entfaltet sich ein wahrhaftes Apfelfestival im Heimatmuseum Schinznach-Dorf. Äpfel warten darauf, ihren Saft zu spenden, verschiedene Apfelsorten präsentieren ihre Vorzüge, die Hochstammdiskussion kann weitergeführt werden, betreut vom Verein Natur und Landschaft Schenkenbergertal und vom Museumsteam.

Bald liegt die Mostpresse aus den Museumsbeständen im alljährlichen Bade, damit jede Ritze im Holz gut verquellen kann und kein Tropfen des Pressgutes verloren geht. Jung und Alt sollen sich doch am Rad versuchen und den Raspel- und Pressvorgang aus nächster Nähe beobachten können, um anschliessend gleich die Kostprobe zu geniessen. Speck und Brot unterstützen das Geschmackserlebnis im Besonderen und die Vorfreude auf den Herbst im Allgemeinen.

So gestärkt lässt sich ein Rundgang durchs Museum ins Auge fassen, begonnen über die ‘Vorräte’ an altehrwürdigen Gerätschaften im Depot, durch die Galerie und in den bald vierhundert Jahre alten Doppelspycher bis hinab in den Gewölbekeller. Äonen zurück liegt die Lebenszeit der Exponate, die nun hier lagern. Ihr Lebensraum aber war das Meer, das sich hier vor 165 Millio- nen Jahre ausbreitete und uns in fossiler Form besterhaltener Seesterne, Seeigel, Seelilien und Seegurken in Erinnerung gerufen wird.