Vom Mosten zum «Sternegucken»

Vielfältige Ernte im Heimatmuseum Schinznach-Dorf

Der Herbst bringt vielfältige Ernte mit ins Heimatmuseum Schinznach am Sonntag, 7. Oktober 2018 zwischen 14 und 17 Uhr.

Die Landfrauen haben den diesjährigen wunderbaren Herbst bereits in einer Erntesuppe konzentriert und diese, mit viel Energie und Charme gewürzt, den begeisterten Museumsbesuchern an- fangs September kredenzt. Schon steht nun das nächste herbstliche Ereignis vor den Museumstüren.

Das jährliche Mosten bringt nicht nur Genuss für gross und klein mit sich, son- dern auch viel Wissen um die Funktion alter landwirtschaftlicher Geräte und über die Fülle der regionalen Apfelsorten – alle sind sie wohlgeraten dieses Jahr. Für die «Bienenzüchter unteres Aaretal», die diese Saison mit ganzem Einsatz im Museum residieren, ist etwas Ruhe eingekehrt. Der Honig ist geschleudert und abgefüllt, die Bienen bereiten sich auf den Winter vor. Viel gibt es nun über ihre ausgeklügelte Vorratshaltung und über ihre Heiz- und Befeuchtungsstrategien zu erfahren, bevor im November der Wachs und seine Verwendung bei der Kerzenherstellung zum Zuge kommt.

Neue Echinodermen-Funde

Eine Ernte ganz besonderer Art ist unterdessen sicher und klug im «Naturhistorischen Museum Bern» untergebracht. Ein Teil davon ist dort unter dem Titel «5 Sterne» bereits in einer Ausstellung zu besichtigen, zahlreiche Stücke harren noch der Konservierung. Stachelhäuterfossilien sind es, wie sie im hiesigen Steinbruch «Heister» gesammelt wurden und im Heimatmuseum ausgestellt sind. Die frischen Funde stammen aus dem benachbarten Jakobsberg, der von der jura cement Wildegg bewirtschaftet wird (Regional 38 vom 20. September, Seite 7).

Exkursion ins Fundgebiet

Wissenschaftlich ausgewertet wird das Grabungsgut in Bern und gespannt harren die Schinznacher der Resultate: gibt es auch in der Nachbarschaft so viele verschiedene Arten unter den Seelilien, Schlangensternen, Seesternen, Seeigeln und Seegurken samt sieben Neuentdeckungen, oder ist womöglich die Zusammensetzung der Echinodermenfauna eine ganz andere? Und wie entstanden diese Lagerstätten wundersam erhaltener Exemplare aller 5 Stachelhäuterklassen?

Näheres darüber lässt sich erfahren auf einer Exkursion ins Fundgebiet am Samstag, 13. Oktober. Erst werden im Heimatmuseum Schinznach-Dorf die Heister-Stachelhäuter besichtigt und von der Museumsleiterin erläutert. Dann geht es auf einen Rundgang durch den nahe gelegenen Steinbruch Jakobsberg zur Fundstelle der neuen Objekte, wo vor Ort informiert wird. Anmelden unter www.nmbe.ch.