Am Sonntag, 4.Oktober 2015 gibt es von 14 bis 17 neuen Most aus alten Pressen im Heimatmuseum und neue und alte Geschichten im Mühlemuseum zu kosten.
Alle Sinne sind angesprochen im Heimatmuseum von Schinznach-Dorf. Die alte Mostpresse hat ihr jährliches Bad erhalten, damit das Holz quillt und den duftenden Saft nicht ungenutzt entlässt. Und nun steht alles bereit, damit Jung und Alt sich nach Lust und Laune am kommenden Sonntag, 4. Oktober von 14 bis 17 Uhr an der Presse betätigen können, natürlich tatkräftig unterstützt von den Museumsfachkräften Köbi und Ernst Zimmermann.
Verschiedene Apfelsorten können getestet werden, Speck und Brot bödelen den Magen. Dann sind alle Sinne gerüstet, die Schätze des Museums auszuloten, die weit länger zurückreichen als bis zum letzten Sommer. Der Film von Emil Hartmann und Hansruedi Gysi führt uns über alle Jahreszeiten zurück ins alte Schinznach. Die Tafeln in der Ausstellung zum Rebbau zeigen drastisch die Auswirkung der Reblaus auf das Rebbaugebiet vor vier Generationen und die Rebbauinstrumente daneben lassen die harte Arbeit erahnen, die auch aktuell noch nötig ist, bis die Trauben gekeltert werden können. Die Versteinerungen vom hiesigen Heister aber sind Zeugen einer Welt, die sich unserem Erinnerungsvermögen gänzlich entzieht und buchstäblich versunken ist im Meer, das vor 165 Millionen Jahren das Gebiet von Schinznach bedeckt hat. Eine Spezialausstellung zeigt die eindrückliche Stachelhäutersammlung mit Stücken, die auch ohne unangenehme Folgen in die Hand genommen und unter der Lupe inspiziert werden dürfen – die fossilisierten Tiere, die Seeigel , Seesterne und Seelilien zeigen nur noch ihre Schönheit und stechen nicht mehr. Die verwandten Seewalzen aber sind kaum versteinert erhalten, da ihr Skelett auf wenige Kalkelemente reduziert ist – und doch gibt es einen raren Abdruck im Heimatmuseum zu sehen.
Im nahegelegenen Mühlemuseum dreht sich die Reise in die Vergangenheit mit Wasserrädern und Mahlsteinen, mit Müllerinnen und Müllern um Mehl und Brot in mannigfachen Geschichten, die halbstündlich um 14, 15 und 16 Uhr zum Besten gegeben werden.
