Eintauchen in Zeiten und Gezeiten

Am 2. August 2015 Heimatmuseum und Mittlere Mühle besuchen!

Ein Tauchgang in alte Zeiten im Schenkenbergertal hat die Ernährungslage zum Thema und findet in der Mittleren Mühle statt. Eintauchen ins Jurameer aber wird im Heimatmuseum möglich, beides am Sonntag, 2. August 2015 zwischen 14 und 17 Uhr.

Die Mittlere Mühle steht schon seit beinahe siebenhundert Jahren und während all dieser Zeit war das tägliche Brot nicht immer selbstverständlich. Krieg und Pest haben die Ernährungsgrundlagen erschüttert – wie wurde damit umgegangen und welche Massnahmen wurden hier gegen die resultierende Armut ergriffen? Das sind die Themen, die in der Mühle zur Sprache kommen werden in halbstündigen Referaten ab 14, 15 und 16 Uhr (www.mittleremuehle.ch).

In wenigen Schritten ist das Heimatmuseum erreicht, wo der Abstieg ins kühle Kellergewölbe einem Eintauchen ins Jurameer vor 165 Mio Jahren gleich- kommt. Hier befindet sich eine Schatzkammer voller Fossilien aus dem hiesigen Heistersteinbruch. Schicht um Schicht gab er wohlerhaltene Stachelhäuter preis. So manche Seestern-, Seeigel- oder Seelilienart wurde überhaupt erst hier entdeckt und bekam den Namenszusatz schinznachensis. Geschützt in Vitrinen sind sie zu bewundern. Doch ermöglicht die diesjährige Spezialausstellung auch die direkte Kontaktnahme mit der vergangenen Pracht. Auf Tischen ausgebreitet sind repräsentative Exemplare und können in die Hand genommen und die zarten Details mit der Lupe studiert werden. Tafeln und Bilder helfen bei der Orientierung. Da bei den fossilisierten Stachelhäutern die Saugfüsschen nicht mehr sichtbar sind, illustrieren allerhand ehrwürdige Utensilien den Umgang mit der Saugwirkung von Vakuum – von der Schröpfkugel bis zum Wäschestampfer.

Weitere interessant gearbeitete Gegenstände aus früheren Zeiten lassen sich in der Rebbau-Ausstellung bewundern, dann wurde dieses Jahr auch verschiedenen Schützenvereinigungen Platz für ihr Ausstellungsgut eingeräumt. Zum Schluss rundet der Film über Schinznach, ruhig und sachkundig kommentiert von Hansruedi Gysi und Emil Hartmann, den Einblick in vergangene Zeiten ab.