…mit Zwischenraum, hindurchzuschaun

Heimatmuseum und Mühle Schinznach bieten Attraktives

In den beiden Museen von Schinznach gibt es nun auch die Leere zu betrachten. In der Mühle werden die Zwischenräume der Mahlwerkbe- standteile sichtbar, im Heimatmuseum gar das Vakuum samt seiner Anwen- dungsmöglichkeiten. Tür und Tor ste- hen bei beiden offen am Sonntag, 5. Juli 2015 von 14 bis 17 Uhr.

In der Mühle werden die Mahlwerke samt Zubehör auseinandergenommen und der jährlichen gründlichen Reinigung und Inspektion unterzogen. Dabei wird so manches Detail sichtbar, das sich sonst im kompakten Zusammenspiel versteckt hält. Auch die Mahlsteine präsentieren sich so in ihrer ganzen Pracht. Die Experten vor Ort erklären die Funktionen der Teile in Arbeit.

Im Heimatmuseum entfaltet sich das Spiel mit Zwischenräumen mittels Druckänderungen bis zur Vakuumproduktion. Eine wunderschön gearbeitetes Demonstrationsmodell aus früheren Schulbeständen zeigt eindrücklich die Wirkungsweisen der Druckunterschiede und steht den Besuchern zum Ausprobieren zur Verfügung. Weitere auch kleinere Objekte – z. B. eine ganze Schröpfkugelsammlung – veranschaulichen die Vakuumwirkung, wie sie dann eben in winzigster Form auch bei den Stachelhäutern vorkommt und vorgekommen ist. Also auch die versteinerten Seelilien, Seesterne und Seeigel aus dem hiesigen Heistersteinbruch verfügten schon vor 165 Millionen Jahren über die Fähigkeit, Kleinstvakuums herzustellen. Mittels eines Hydrauliksystems werden winzige, häutige Füsschen durch Löchlein in der Kalkschale gestreckt und abwechslungsweise am Untergrund festgesogen. Auch bei den versteinerten Exemplaren sieht man noch diese Austrittslöchlein. Die Sonderausstellung der Stachelhäuterfossilien ermöglicht die Betrachtung dieser Details, gibt aber auch einen allgemeinen Überblick – der hilft, in den vielleicht nahen Ferien am Meer auch den Seeigeln und seinen Verwandten positive Seiten abzugewinnen.

Mit Zwischenräumen haben es auch die im Tal angesiedelten Schützenvereine zu tun, für so manches Schiessscheibenlöchlein sind sie verantwortlich. In der diesjährigen Vereins-Sonderausstellung der Schützenvereine aus dem Tal erklären die anwesenden Fachmänner die Ausstellungsgüter.