Beide Schinznacher Museen geöffnet

Mühlen mahlten auch Mohn…

…oder Buchennüsschen oder Raps bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts und dann wieder während des ersten und zweiten Weltkrieges. Ein Modell dazu leiht nun das Heimatmuseum Schinznach am Besuchstag vom Sonntag 6. Juli 2014 dem hiesigen Mühlemuseum aus.

Am Sonntag 6. Juli sind die beiden benachbarten Museen in Schinznach offen von 14 bis 17 und präsentieren Ausstellungsgüter zu ganz verschiedenen Themen. Die Mühle veranstaltet einen Spezialtag zum Thema «Mühle im Bild», das Heimatmuseum aber hat für diese ganze Saison alle modernen Ausstellungskonzepte über Bord geworfen mit «gleich und gleich gesellt sich gern» – statt einzeln in Szene gesetzt schmiegen sich dicht an dicht Gebrauchsgegenstände in fantastisch varierten Ausführungen. Lückenlos harren da z.B. die Mäusefallen, stolz präsentiert sich die Pflugreihe. Auch die von den Schinznacher und Oberflachser Trachtengruppen liebevoll drapierten Gewänder ergeben ein sehenswertes Ensemble. Aber von den Ölmühlemodellen gibt es eben nur ein einziges und dieses darf sich nun kurz zum grossen Mühlrad der mittleren Mühle gesellen. Willi Hartmann-Köstel fertigte es nach dem Vorbild der Öli Veltheim in den Neunzigerjahren, das Original ist schon 1945 abgebrannt. Doch die ausgeklügelten Mahl- und Pressfunktionen können auch heute noch nachvollzogen werden: das Modell läuft nämlich!

Heister-Fossilien entdecken
Stumm und still und dicht an dicht legt dann die Fossiliensammlung im Gewölbekeller des Heimatmuseums Zeugnis ab von noch viel älteren Zeitläuften, als vor 165 Millionen Jahren im Gebiet des heutigen Schinznach Seesterne und Seeigel durchs warme Meer glitten – einen Vorferiengeschmack bringt der Besuch der Museen Schinznach am ersten Julisonntag allemal mit sich.