Schoggizäpfchen giessen im Museum

Vorferienaktivitäten im Heimatmuseum Schinznach-Dorf 

Was der Apotheker so alles im Handgelenk haben muss, nebst seinem grossen Arzneimittelwissen, wird in der Spezialausstellung 2012 im Heimatmuseum Schinznach-Dorf anschaulich dargestellt: wägen, mischen, mahlen, destillieren, perkolieren, pillendrehen und eben auch Zäpfchen giessen. Am 1. Juli 2012 kann dann auch das junge Publikum mitmischen.

Die Suche im Fundus der Schinznacher Apotheke und des Museums haben die eigenartigsten Gerätschaften zutage gefördert, um all die erwähnten Vorgänge effizient zu bewältigen. Anlässlich des 150jährigen Bestehens der hiesigen Apotheke sind sie zum Betrachten, Staunen und Berühren versammelt: es dampft der Destillierapparat, es rattert die Salbenpresse, es tröpfelt der Perkolator und verströmt einen Baldriangeruch, der jede Katze in Verzückung geraten lassen würde.

Dem Vergnügen junger Menschen dienen und einen süssen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Ferien geben, soll das Programm vom Sonntag, 1. Juli 2012 14:00 bis 17:00 im Heimatmuseum. Dann kommen die Zäpfchengiessapparate zum Einsatz. Die Beliebtheit des Suppositorieneinsatzes bei Krankheit folgt zwar einem Süd/ Nordgefälle, die Handhabung der Zäpfchengiessmaschinchen ist aber für alle interessant. Diesmal kommt als Giessmasse nicht das geläufige Hartfett als Trägersubstanz zum Einsatz sondern Kakaobutter und statt der beigemischten Arzneimittel die weiteren Bestandteilen der Kakaopflanze. Kurz, Kinder und Jugendliche sind herzlich eingeladen unter der kundigen Leitung der Apothekerin Martina Sigg  Schoggizäpfchen zu giessen. 

Die erwachsenen Begleiter haben unterdessen Gelegenheit, sich weiter in der Apothekenausstellung umzusehen, sich in die Rebbauabteilung zu vertiefen oder sich in Gesellschaft der fossilisierten Stachelhäuter vorferienhalber das lauwarme Meer vor 160 Millionen Jahren in der Heistergegend vorzustellen.